Chronik

97 Jahre VfL Osterspai 1920 e.V.

1920 – 2017 das sind 97 Jahre in denen sich die Welt so schnell wandelte wie nie zuvor. Und doch hatte, in teilweise schweren und ereignisreichen Jahren, der Verein Bestand; getragen durch die Liebe zum Sport.

Zwar wurde schon vor dem Ersten Weltkrieg in den Straßen und auf den Wiesen gekickt, aber zu einer Vereinsgründung war es noch nicht gekommen.

Man holte also nach dem Ersten Weltkrieg das runde Leder wieder hervor, mit dem Erfolg, dass das „törichte Nachlaufen nach dem Ball“ neue Freunde und Anhänger fand. Bald hatte man von einer brachliegenden Wiese „Besitz ergriffen“ und stellte auch behelfsmäßig ein Tor auf.

Das alles konnte aber nur ein Anfang sein. Es dauerte dann auch nicht lange, bis der Ruf nach einem Sportverein laut wurde. Es sollte aber noch bis zum Jahre 1920 dauern, bis die unerlässlichen Voraussetzungen für eine Vereinsgründung unter Dach und Fach waren. Die Gründungsversammlung, einberufen von Paul Kupp, Jakob Kupp, Jakob Lemler, Hermann Kemp und Johann Schnitzius, fand in dem damals zum Vereinslokal ausgewählten Gasthaus „Zum Anker“ statt.

Es darf als ein glücklicher Umstand gewertet werden, das in Oberlehrer Wilhelm Kahl ein Mann gefunden werden konnte, der als 1. Vorsitzender des Sportvereins den notwendigen Schwung und die Tatkraft mitbrachte, den Verein um die ersten Klippen zu steuern. Das Häuflein der Mitglieder war naturgemäß anfänglich sehr klein, der Wille, der formellen Vereinsgründung nun auch die Tat folgen zu lassen, dagegen sehr groß. Zunächst ging es darum, ein Sportgelände zu schaffen. Die mit Herrn Baron von PREUSCHEN geführten Verhandlungen über einen Grundstückserwerb kamen überraschenderweise schnell zu einem Abschluss und die Mitglieder konnten an die Herrichtung eines – wenn auch zunächst nur sehr kleinen Sportfelders – herangehen.

Damit war die wesentlichste Voraussetzung für den Sportverein geschaffen und konnte der Spielbetrieb aufgenommen werden.

AktiveVfL1920-1930Die Aktiven des Sportvereins 1920 – 1930
Obere Reihe:
Philipp Salzig, Franz Reifferscheid, Franz Schnitzius, August Fischbach, Konrad Lemler, Josef Kupp, Heinrich Deisenroth, Franz Kupp, Heinrich Reifferscheid.
Mittlere Reihe: Andreas Daum, Franz Bertram, Paul Brack, Jakob Geis, Josef Helbach, Richard Helbach, Toni Schnitzius, Johann Kemp, Paul Volk, Franz Mallmann.
Vorstand: Franz Rindsfüsser, Martin Rindsfüsser, Paul Kupp, Johann Schnitzius, Jakob Kupp, Jakob Lemler, Josef Karbach, Anton Didinger.
Untere Reihe: Philipp Hohler, Ernst Helbach, Willi Brack, Peter Kupp, Hans Birkenheier, Josef Geis, Peter Helbach, Willi Helbach.

Hatte der Verein bei seiner Gründung rund 30 Mitglieder, so stieg die Mitgliederzahl im Laufe der folgenden Jahre ständig an, so dass zeitweise vier Mannschaften – eine 1. und 2. Mannschaft und zwei Jugendmannschaften – sich an den Meisterschaftsspielen beteiligen konnten.

Mit der zunehmenden Zahl der aktiven Sportler wurde auch das Interesse für andere Sportarten größer; so kam es dann zur Bildung einer kleinen Leichtathletikabteilung und im Jahre 1924 zur Angliederung einer Turnabteilung.

Inzwischen konnten die Fußballer durch die Erringung der Meisterschaft der Jahres 1923 den ersten schönen Erfolg erzielen.

Im Jahre 1926 hatte der Verein die erste schwere Krise zu überstehen. Gegensätzliche Auffassungen hatten vereinsinterne Auseinandersetzungen zur Folge und führten schließlich zu einer Spaltung. Die Turner gründeten einen eigenen Verein, die TG Osterspai.

Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass die Zersplitterung des Vereins und der Rückgang der Mitgliederzahl einen gewissen Niedergang des Sportvereins zur Folge hatte. Unter dem Vorsitz von Jakob Kupp, der an Stelle von Wilhelm Kahl die Vereinsführung übernahm, konnte aber auch dieser Tiefpunkt im Vereinsleben überwunden werden. Sportlich konnte der SV sich bereits im Jahre 1927 wieder in die Spitzengruppe vorarbeiten und 1928 wiederum die Kreismeisterschaft erringen, diesmal sogar ungeschlagen.

Hier verdient noch festgehalten zu werden, dass mit der im Jahre 1926 vollzogenen Trennung man den alten Namen „SV Liebeneck“ ablegte und sich in „SV 1920 Osterspai“ umbenannte. Gleichzeitig wurden die Farben Gelb-Schwarz abgelegt und die Farben Grün-Weiß zu den neuen Vereinsfarben erklärt.

Nach der im Jahre 1928 errungenen Meisterschaft stieg die 1.Mannschaft in die nächsthöhere Klasse auf. Erfreulich war es, dass im Jahre 1930 in der Kreisklasse wiederum die Meisterschaft errungen werden konnte. In diesem Jahr beging man auch das 10jährige Stiftungsfest des SV.

Dieses Fest war mit einer Leichtathletikveranstaltung verknüpft.

Wenn ein sporttreibender Verein auch fast ausschließlich vom Idealismus seiner Mitglieder getragen wird, so geht es nun einmal nicht ohne Geld, und Geld war damals besonders knapp! Heute finden wir wohl kaum die richtige Wertbeurteilung dafür, dass in jene Jahre die erste Erweiterung unseres Sportplatzes fiel. Selbst die Anschaffung der Vereinsfahne, die damals erfolgte, war eine Leistung und zeugte vom Opferwillen unserer Mitglieder.

Lagen die Schwierigkeiten der Jahre 1930 bis 1932 in der wirtschaftlichen Misere unseres Volkes, so lagen sie ab 1933 in der politischen. In dieser für Deutschland wenig ruhmvollen Zeit übernahm Johann Helbach den Vorsitz. Obwohl die Jugend dem Vereinsleben mehr und mehr entzogen und ihre Interessen in andere Bahnen geleitet wurden, konnte er erreichen, daß das 15jährige Stiftungsfest zu einem großen Tag in der jungen Vereinsgeschichte wurde. In verschiedenen Festveranstaltungen gedachte der Verein seines Gründungstages. An einem aus diesem Anlaß veranstalteten Sportfest nahmen 210 Aktive aus der näheren und weiteren Umgebung, u.a. Sportler aus Frankfurt, Koblenz, Gießen und Köln teil.

Noch bis in das Jahr 1933 hinein konnte der Sportbetrieb aufrechterhalten werden. Dann kam der Krieg. In diesem Inferno, das auch uns schwere und schmerzliche Wunden zufügte, ruhte das Vereinsleben. Viele unserer Sportkameraden sind nicht mehr zurückgekehrt.

Neues Beginnen

Angeregt von dem Drängen der schulentlassenen Jahrgänge, die wieder Sport treiben wollten, fanden sich alte Mitglieder und neue Sportfreunde im März 1946 zu einem erneuten Beginn zusammen. Dabei war eine erneute Gründung gar nicht einfach. Sie bedurfte einer besonderen Genehmigung der Militärregierung, die eine Genehmigung von der Vorlage einer Mitgliederliste und politischen Fragebogen abhängig machte. Selbst die Schiedsrichter benötigten noch eine Konzession der Militärregierung und jede Vereinsversammlung musste vorher genehmigt werden.

Mit über 90 Mitgliedern begann der Sportverein also im Jahre 1946 den zweiten Abschnitt seiner Vereinsgeschichte. Die Vereinsführung lag wieder in den bewährten Händen von Johann Helbach, der über die Stilllegung des Vereinsbetriebes hinweg die Funktion des 1. Vorsitzenden ausgeübt hatte. Gleich auf Anhieb gelang es der 1. Fußball-Mannschaft, die Kreismeisterschaften 1946/47 zu erringen und in die Bezirksliga „Rhein-Ost“ aufzusteigen. In dieser Klasse spielten damals immerhin Vereine wie Niederlahnstein, Metternich, Vallendar und Urbar.

Meister1947

Mannschaft mit Vorstand & Trainer:
Stehend: M. Speth, J. Schütz (Trainer), J. Helbach (Vorsitzender), W. Zuckmantel, H. Schwab, J. Hohler, O. Wesche, K. Bender, A. Fingerle, J. Lemler, J. Karbach, J. Vogt.
Kniend: J. Winkler, E. Helbach, M. Kimmel, K. Ginkel, W. Reifferscheid

In diesen Nachkriegsjahren konnte der SV Osterspai überhaupt seine bisher größten sportlichen Erfolge erringen. Aber auch auf anderen Gebieten unterstrich der Verein seine Bedeutung im Leben unserer Gemeinde. Während Nachkriegsdepressionen, Hunger und Armut herrschten, stieg die Mitgliederzahl des Vereins ständig. Dies geschah wohl in dem mehr im Unterbewußtsein wach gewordenen Bestreben, die Niedergeschlagenheit zu überwinden, wieder den Nachbar, den Sportkameraden, zu suchen und in geselligem Kreis einmal zu Vergessen. So kam es dann zwangsläufig dazu, das der Verein gesellige Abende, Theateraufführungen im Laienspiel veranstaltete, Blütenfeste arrangierte und Skat- und Kegelabende abhielt. Die Gestaltung des St.Martin-Fackelzuges nahm der Verein alter Tradition gemäß wieder in seine Hände und die Mitglieder fanden sich auch zur Weihnachtsfeier immer recht zahlreich ein. Mit großem Erfolg veranstaltete der Sportverein auch karnevalistische Sitzungen und Maskenfeste. Parallel verlief die Entwicklung der TGO. Dies alles bewältigten die beiden Vereine ohne ihre Hauptaufgabe, die jugendpflegerische Arbeit, zu vernachlässigen.

Im Jubiläumsjahr 1950 konnte die 1.Mannschaft wiedrum die Kreismeisterschaft 1949/50erringen. Mit dieser Meisterschaft war der Aufstieg in die Bezirksliga verbunden. In Anerkennung der sportlichen Erfolge unterstützte die Gemeinde in der Person des damaligen Bürgermeisters Franz Schaus und private Grundstückseigentümer das Bestreben der Vereine, den Sportplatz zu erweitern. Im freiwilligen Einsatz der Mitglieder konnte dieser Wunsch auch dann im Jahre 1950 verwirklicht werden.

Im gleichen Jahr beging der Sportverein sein 30jähriges Stiftungsfest.

Nachdem man in der Saison 1954 von der Bezirksliga zurück ins Kreisoberhaus kehrte, gelang in der darauffolgenden Saison 1955/56 der Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

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Kreismeister 1955/56 : SV Osterspai

Der äußere sportliche Rahmen war durch die Veranstaltung eines Kreisjugendsportfestes gegeben. Und wieder gingen Jahre ins Land. Sportlichen Erfolgen folgten Niederlagen und Rückschläge. Noch einmal übernahm im Jahre 1953 mit Jakob Lemler ein Mitbegründer des Vereins den Vorsitz, den er bis zum Jahre 1957 inne hatte. Anschließend übernahm Josef Karbach die Vereinsführung.

Zu einem echten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wurde das 40jährige Stiftungsfest des SV das man vom 25. bis 27. Juni 1960 zusammen mit vielen auswärtigen Gästen und allen Einwohnern feierte. Die gut besuchten Festveranstaltungen in der Turnhalle waren ein Erfolg. Mit besonderer Spannung wurden die Fechter der TuS REI Koblenz erwartet, die beim Kommers auftraten. Vertreter der Sportverbände, des Kreises, der Gemeinde und aller örtlichen Vereine überbrachten Glückwünsche, Hauptlehrer Kahl wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Nach dem Fest erlebte die Jugendabteilung einen beachtlichen Aufschwung.

VorstandVfLImJubilaeumsjahr1960

Vorstand des Vereins 1957

Der unbefriedigende Zustand des Spielfeldes bereitete den Aktiven und dem Vorstand über Jahre hinweg große Sorgen. Aus finanziellen Gründen konnten immer nur Notlösungen in Betracht kommen.

Neben den sportlichen Belangen legten die Vorstände Wert auf eine kameradschaftliche Verbundenheit aller Vereinsmitglieder. Aus diesem Grunde war man bemüht, im Laufe eines Jahres jeweils gemütliche Abende und größere öffentliche Veranstaltungen durchzuführen. Das Programm war dem jeweiligen Zeitgeist angemessen und man versuchte mit durchweg gutem Erfolg immer wieder ,,etwas Neues“ zu bieten. In den letzten Jahren haben sich die „Familienfeiern“ und eine Karnevalsveranstaltung bewährt. Darüber hinaus wurden mit wechselndem Erfolg Preisschießen, Preisskatabende, Verlosungen und Theaterveranstaltungen organisiert.

Im Jahre 1962 griff der Vorstand erstmals dass Problem Sportplatzerweiterung auf. Diese Maßnahme erforderte große persönliche und finanzielle Opfer und wurde 1963 abgeschlossen.

In der Jahresversammlung des SV verzichtete Josef Karbach aus Gesundheitsgründen auf eine Wiederwahl zum Vorsitzenden. Das verantwortungsvolle Amt ging an Werner Reifferscheid über. Die Weiterentwicklung des Vereins bis zum heutigen Tage wurde wesentlich von Ihm geprägt und positiv beeinflusst.

Nicht unerhebliche Sorgen bereitete beiden Vereinen immer wieder die Verpflichtung von Trainern sowie die Gestellung von Schiedsrichtern und Jugendleitern. Die Übernahme solcher Ämter verlangt naturgemäß ein großes Maß an Idealismus und sind dabei meist undankbar und wenig einträglich. An dieser Stelle gebührt deshalb auch jenen Mitgliedern Dank und Anerkennung, die sich dafür zur Verfügung gestellt haben und es heute und in Zukunft tun.

Immer dringender wurde das Problem Hallen-Renovierung, das man seit 1965 „umfassend“ zu lösen suchte, allerdings ohne Erfolg.

Gleiche Sorgen drückten den SV; die Platzverhältnisse wurden auch von auswärtigen Mannschaften immer heftiger kritisiert. Die Zeit für eine gemeinsame Lösung war jedoch noch nicht reif.

1970

1970 feierte der SV 50jähriges Bestehen – nochmals ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Ein umfangreiches Sportprogramm und die Festveranstaltungen im großen Zelt lockten sehr viele Gäste an – „Stargast“ war z.B. Franzl Lang. Das Fest wurde jedoch noch aus anderen Gründen zu einem echten Meilenstein: Erste konstruktive Gespräche über einen Zusammenschluss des SV mit der TGO wurden geführt und erbrachten die entscheidende Wende. Die Meinung, dass beide Vereine ihre Probleme besser lösen sollten, gewann die Oberhand. Nicht geringen Anteil daran hatte der Kreisportbeauftragte Karl Dietrich.

Einhellig für Zusammenschluss

1972 war es dann endlich soweit. In ihren Jahreshauptversammlungen fassten die Mitglieder des SV und der TGO einhellige Beschlüsse, eine Fusion herbeizuführen. Am 10. Dezember 1972 wurden die Vereinbarungen über den Zusammenschluss in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beider Vereine gemeinsam gefaßt. Ab 1. Januar 1973 vereinte der VfL Osterspai 1920 e.V. – so der neue Vereinsname – die große sporttreibende Gemeinschaft mit fast 400 Mitgliedern. Werner Reifferscheid führte als 1. Vorsitzender den neuen Verein.

Neue Sportanlagen

Ende 1972 hatte die Gemeindevertretung auch die Voraussetzungen für ein neues Sportgelände – Platz und Halle – geschaffen. Auf einem 14.000 qm großen Gelände an der Filsener Straße sollte das neue Sportzentrum entstehen. Im September 1973 begannen dort die Vorbereitungsarbeiten. Dank der finanziellen Unterstützung des Kreises und des Landes und auch der tatkräftigen Mitarbeit des Vereins, konnte die Gemeinde als „Träger“ auch die finanzielle Belastung verkraften. Eine „vereinseigene“ Anlage wäre wohl nie mehr zustande gekommen. Der Gemeinde Osterspai gebührt deshalb der besondere Dank der Sportler.

Das erste VfL-Jahr wurde mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Das Sportprogramm im Fußball, Turnen, Tischtennis, Schach und Gymnastik war durch die neuen Abteilungen Jedermann-Turnen, Ballett und Jugend-Tischtennis erweitert worden. Gesellige Veranstaltungen, Sportfeste und die Mitwirkung bei örtlichen Festen wie Karneval und Kirmes gehören bis heute zum festen Bestandteil des Vereinslebens.

Nach dem ersten Spatenstich im Frühjahr 1974 konnte Ortsbürgermeister Martin Helbach, der als einer der unermüdlichsten Initiatoren galt, im Juli das fertige Spielfeld seiner Bestimmung übergeben. Auf die „Kampfbahn D“ mit Fußballfeld, 100-m-Laufbahnen, Wurf- und Sprunganlagen und einer Flutlichtanlage kann die Gemeinde mit Recht stolz sein. Ohne Grunderwerb kostete die Anlage 324.000 Mark. Die Gemeinde Osterspai trug davon 131.000 Mark. Zusätzlich wurden Eigenleistungen von über 140.000 Mark errechnet.

Im Winter 1975/76 wuchs dann innerhalb weniger Monate auch die neue Sporthalle fast „wie aus dem Boden“. Am 30. April 1976 konnte die Einweihung des mit 700.000 Mark Kosten erstellten Projekts erfolgen. Im Beisein prominenter Ehrengäste übernahm Ortsbürgermeister Heribert Brack, der sich ebenso wie sein leider allzu früh verstorbener Vorgänger M. Helbach sehr für dieses Bauwerk eingesetzt hatte, die Schlüssel der neuen Sporthalle übernehmen. Damit waren auch für den Hallensport optimale Voraussetzungen geschaffen. Durch den Verkauf der alten Halle steuerte der VfL zur Finanzierung bei, da auch hier die vom Kreis und Land unterstützte Gemeinde Osterspai die Hauptlast zu tragen hatte. In der Folge zeigte sich eine positive Entwicklung des Breiten- und Leistungssportes.

Auf Anhieb fanden sich im April 1977 für die neu gegründete Abteilung Tennis 32 erwachsene Mitglieder.

Innerhalb des Sportgeländes wurde in finanzieller Eigenleistung ein Tennisplatz errichtet, der bereits im Juni spielfertig war.
Bis Ende 1978 erhöhte sich die Mitgliederzahl des VfL auf 487. Mit gutem Erfolg wird seit 1974 jeweils im Frühsommer eine „Sportwoche“ durchgeführt, die neben Sport und Unterhaltung auch ihre finanziell guten Seiten zeigt. 1979 war der VfL Ausrichter der erstmals ausgetragenen „Deutschen Meisterschaft der Freizeitfußballer“.

Die Gesamtmitgliederzahl hat inzwischen die 500er-Marke überschritten.

1980 konnte das 60jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. 3 Tage stand das Festzelt am
Bahnhofsplatz im Mittelpunkt des Dorfgeschehens.

Auch sportlich konnte man in den letzten Jahren zufrieden sein.
1991/92 Pokalsieger im Rhein-Lahn-Kreis, 1992/93 der zweite Platz in diesem Wettbewerb und Aufstieg in die Bezirksliga. Leider war die Klasse (noch) eine Nummer zu groß, es folgte der Abstieg zurück in die A-Klasse.

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Kreispokalsieger 1991/92
Hintere Reihe: Gerhard Reifferscheid, Stefan Helbach, Spielertrainer Peter Stein, Wolfgang Helbach, Udo Salzig, Thorsten Konrad, Harald Kadenbach, Mario Lemler, Michael Schuster, Betreuer Alfons Karbach, Linienrichter Dieter Hartenfels
Vordere Reihe: Mark Ledwinka, Joachim Knop, Markus Henrykowski, Farrit Fachat, Uwe Leyendecker, Marc Helbach

Vom 24. – 28. Mai 1995 fand am Dorfplatz die 75 jährige Jubiläumsfeier des VfL Osterspai unter dem Motto: „Gemeinsame Wege gehen“ statt. Showgast war u.a. Fussballakrobat Alfred Reindl. Im Jahr 1999 gelang dann der Wiederaufstieg in die Bezirksliga mit Trainer Marc Mies. Auch die „zweite Mannschaft“ verzeichnet mit dem Aufstieg in die Kreisliga B einen großen Erfolg.-

Landesliga

Im zweiten Bezirksligajahr konnte man dann sogar erneut den Titel gewinnen. So befand sich die erste Mannschaft in der Saison 2001/02 erstmals in der Landesliga Nord wieder. Was zugleich den größten Erfolg in der nun 81 jährigen Vereinsgeschichte bedeutete. Leider konnte man sich nur ein Jahr in der Landesliga halten. Durch die Neueinteilung der Ligen im deutschen Fussball musste man 2003 dann den bitteren Gang zwei Klassen tiefer in die Kreisliga A hinnehmen.

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Bezirksligameister 2001
Hintere Reihe: Linienrichter Dieter Hartenfels, Markus Noback, Jörg Köhler, Michael Schuster, Marco Auweiler, Matthias Brinkmann, Mario Grünewald, Spielertrainer Marc Mies, Nico Helbach, Jonas Böning, Thomas Korn, André Reifferscheid, Betreuer Alfons Grünewald
Vordere Reihe: Dirk Kapellen, Stefan Henrichs, Joachim Knop, Markus Henrykowski, Alexander Savic, Jens Gliedstein, Mario Lemler

Damenfussball beim VfL

In den Jahren 2007 und 2008 konnte man jeweils den Kreispokal nach Osterspai holen. Seit der Saison 2008 erscheint zu jedem Heimspiel der ersten Mannschaft ein Heimspielheft mit dem Namen „VfL-Aktuell“. Tabellen, Berichte, Interviews und vieles mehr gehören zum Inhalt.

Im Jahre 2006 wurde erstmals in der Geschichte unter der Leitung von Norbert Kolmer eine Frauenmannschaft gegründet. Als FSG gestartet trat die Mannschaft ab 2009 in einer Spielgemeinschaft mit Kamp-Bornhofen bei den Seniorinnen an. 2012 kam mit den Damen des SSV Sulzbach ein weiterer Partner hinzu. Die 1. Damenmannschaft spielt Bezirksliga Ost und die Reserve in der Bezirksklasse Rhein-Lahn.

Seit dem Jahr 2009 wählen die Osterspaier Bürger jährlich den Sportler des Jahres beim VfL. Hierbei werden aktive Sportler für Ihren besonderen Einsatz im Verein geehrt. Der Sieger wird dann im Rahmen der Familienfeier gekürt.

2011 wurde Wolfgang Helbach nach 16 Jahren Amtszeit als 1.Vorsitzender von Sebastian Reifferscheid abgelöst. Der mit seinen 21 Jahren zu den jüngsten Vorsitzenden im Kreis zählt. Die eigenständige Abteilung Tennis hat mittlerweile die 100 Mitgliedermarke erreicht.

Sanierung Sporthalle

Im August dieses Jahres begangen die Sanierungsmaßnahmen an der maroden Osterspaier Sporthalle. Die Kosten wurden für ca. 700.000€ veranschlagt. Hierzu erbrachte der VfL ca. 30% in Eigenleistung. Die Eröffnung der komplett sanierten Halle fand im November 2012 mit Innenminister Roger Lewentz statt.

Die Tischtennisherren verpassten in den Jahren 2010 und 2011 den Aufstieg in die Rheinlandliga jeweils knapp in der Relegation.

Im Jahr 2011 präsentierte der VfL auf dem Martinimarkt in Osterspai sein erstes offizielles Vereinsmaskottchen , den Fuchs „Baller“. Dieser tritt seitdem für den Verein an vielen öffentlichen Terminen, Jugendturnieren oder sonstigen Anlässen auf.

2012 schafft das Fussballteam um den zurückgekehrten Trainer Marc Mies den Aufstieg in die Bezirksliga Ost und kehrte somit nach 9 Jahren zum überkreislichen Fussball zurück. Des Weiteren konnte der VfL neben dem Meistertitel auch noch den Kreispokal gewinnen.

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Meister Kreisliga A und Kreispokalsieger 2012
Hintere Reihe: Thomas Lemler, Marius Domin, Martin Paasch, Antony Henrykowski, Nicolas Nouvortne, Felix Lemler, Sebastian Pottbäcker, Nico Helbach, Lukas Henrykowski, Betreuer Joachim Knop, Walter Nouvortne, Trainer Marc Mies
Vordere Reihe: Stefan Cebula, Michael Reifferscheid, Max Kirchner, Adrian Knop, Kai Weiler, Florian Lemler, Sebastian Reifferscheid

Spielgemeinschaft der Fussballer

Aufgrund der immer größer werdenden Personalprobleme entschloss man sich 2012 trotz des Meistertitels mit dem SC Kamp-Bornhofen 1912 eine Fussballspielvereinigung zu gründen. Mit einer Mannschaft in der Bezirksliga Ost und einer in der Kreisliga B geht man zur Saison 2012/13 unter dem Namen FSV Osterspai / Kamp-Bornhofen an den Start. Das Heimspielheft „VfL-Aktuell“ wurde dazu passend in „FSV-Aktuell“ umbenannt. Erstes Highlight der Spielgemeinschaft ist die Ausrichtung des Vorrundenturniers der A-Klassenmeister im Juli 2012 in Osterspai. Gegner waren hier Rheinbreitbach und Hachenburg. In der Endrunde der Rheinlandmeister im Saarländischen Bettingen belegt die Mannschaft den dritten Platz.

Seit Beginn des Jahres 2013 hat der VfL durch Zumba und Badminton zwei neue Sportarten im Programm. Gerade Zumba (ist eine Mischung aus Aerobic und überwiegend lateinamerikanischen Tanzelementen) lockt wöchentlich bis zu 60 Frauen in die Sporthalle.

Nach nur einer Saison im Kreisoberhaus, folgte jedoch 2014 der direkte Wiederabstieg.

Sanierung Sportgelände

Im Jahre 2013 fanden die ersten Gespräche mit Innenminister Roger Lewentz und den Ortsgemeinden Osterspai/Filsen wegen der defekten Drainage statt. Der 1974 gebaute Tennenplatz hat die durchschnittliche Lebenserwartung von 17-20 Jahre schon weit übertroffen und müsste deshalb dringend einer Sanierung unterzogen werden.  

Unter der Einberufung vom VfL-Vorsitzenden Sebastian Reifferscheid fand am 24.11.2014 eine Informationsveranstaltung für alle Bürger der beiden Gemeinden statt. Dort wurde der Entschluss gefasst einen Förderverein zu gründen. Der dann am 29.01.2015 gegründete Verein „Förderverein Sportanlage Osterspai e.V.“  besteht zum Großteil aus VfL Mitgliedern. Erster Vorsitzender des Vereins ist Heiko Lemler. Der Verein hat sich unter dem Motto „Der Traum vom Grün – Für die Jugend! Für die Zukunft!“, das Ziel gesetzt,  durch Rasenpatenschaften, Veranstaltungen und weitere Aktion 45.000€ zur Sanierung des Platzes beizutragen.

Wiederaufstieg in die Bezirksliga

In der Saison 2014/2015 gelang der ersten Seniorenmannschaft der direkte Wiederaufstieg unter dem neuen Trainer Nico Helbach in die Bezirksliga. Ebenso konnte erneut der Kreispokal im Finale gegen den VfL Bad Ems gewonnen werden.